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Snus-GeschichteZuerst gab es Lös-SnusSchwedischer Snus, wie man ihn heute kennt, wurde in Schweden im Jahr 1822 von Jakob Frederik Ljunglöf zunächst in loser Form (schwedisch: lös) hergestellt. „Ettan“, der Name seiner einzigartigen Snus-Marke, leitet sich vom erstklassigen Qualitätsstandard ab, den er für seinen Snus vorgab. Dieser wird auch heute noch verkauft, wobei das Originalrezept nur geringfügig verändert wurde. Bis 1915 wurde Snus von regionalen Herstellern in kleinen Betrieben in ganz Schweden produziert. Neben Jakob Frederik Ljunglöf und seiner Marke „Number One“ (Ettan) gab es weitere bekannte Hersteller wie z. B. WM Hellgren mit der zugehörigen Marke „Generalsnus“ und Petter Swarz mit „Röda Lacket“, die heute zusammen mit Ettan als Teil der Swedish-Match-Familie produziert werden. Im Jahr 1915 kam mit der Einführung des schwedischen Tabakmonopols der Wendepunkt für schwedischen Snus. Mithilfe dieses Monopols wollte die schwedische Regierung Gelder für die Landesverteidigung und die erste Rentenreform aufbringen. Dann kam der Portion-SnusIm Rahmen des Monopols wurden alle kleinen, individuellen Snus-Hersteller unter der Kontrolle eines zentralen Unternehmens namens Swedish Tobacco Monopoly LTD. vereinigt. Dies ermöglichte, dass der gesamte schwedische Snus nach einem konsequenten Qualitätsstandard hergestellt und für alle Schweden erhältlich war. Tatsächlich erreichte der Snus-Konsum nach Gründung des schwedischen Tabakmonopols zwischen 1915 und 1919 ein Rekordniveau! Bis in die 1970er war schwedischer Snus nur in loser Form erhältlich, eine weitere Revolution auf dem schwedischen Snus-Markt stand jedoch kurz bevor: die Einführung des Portion-Snus. Die Swedish Tobacco Company, heute bekannt als Swedish Match, führte im Jahr 1977 den ersten Portion-Snus mit dem Namen „Tre Ankare“ ein. Diese Variante hat sich seitdem zur beliebtesten Snus-Form entwickelt, und das aus verschiedenen Gründen. Erstens, weil schwedischer Snus so einfacher zu konsumieren ist. Bis zur Markteinführung von Tre Ankare Portion machte man sich die Finger schmutzigwenn man Snus nahm. Bei Portion-Snus steckt man sich einfach eine abgemessene und abgepackte Portion unter die Oberlippe und genießt den Snus. Auch das Rausnehmen nach dem Genuss ist einfacher. Zweitens, weil es dem Portion-Snus dank der leichteren Handhabung gelang, die Grenze zwischen den Geschlechtern zu überwinden. 10 % der Snus-Konsumenten in Schweden sind Frauen, und dieser Anteil nimmt stetig zu. Der Markt ist jedoch nicht nur auf Schweden begrenzt sondern umfasst auch Nordamerika, Europa und Asien. Schwedischer Snus wird insgesamt immer beliebter. |
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